Gezielt die Muskeln aufbauen – oder wollen Sie Sarkopenie haben?

Sarkopenie? Nie gehört? Ich auch nicht – bis zu einer Pressemitteilung zum Internationalen Tag des älteren Menschen am 1. Oktober 2017. Titel: „Schneller fit nach Hüft-OP„. Untertitel: „Mit Muskelaufbau und vitaminreicher Ernährung optimal vorbereitet“. Zitiert wird Prof. Dr. med. Karl-Dieter Heller, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Endoprothetik (AE) und Chefarzt der Orthopädischen Klinik im Herzogin Elisabeth Hospital in Braunschweig, u. a. mit folgendem Satz: „Die Sarkopenie muss noch mehr Beachtung erfahren als bisher. Dieser Umstand ist ebenso relevant wie der kontinuierlich fortschreitende Knochenschwund – gerade auch im Hinblick auf die zunehmende Alterung unserer Gesellschaft.“ 

Golf spielen kann man bis ins hohe Alter.

Golf spielen kann man bis ins hohe Alter.

Ein Blick in Wikipedia hilft: Unter Sarkopenie versteht man den mit fortschreitendem Alter zunehmenden Muskelabbau und die damit einhergehenden funktionellen Einschränkungen des älteren Menschen. Das Wort kommt aus dem Griechischen: sarx = das Fleisch, penia = Mangel. Merken kann ich mir das, weil es fast schon wie Sarg (Sarkophag!) klingt. Was also ist zu tun, um diesen Muskelabbau zu vermeiden? Bewegung und Training natürlich – spätestens ab 50, am besten von Kindesbeinen an.

Ein Spaziergang sollte jeden Tag möglich sein - egal wo.

Ein Spaziergang sollte jeden Tag möglich sein – egal wo.

Ich zitiere hier noch einmal Prof. Dr. Heller, der sich konkret auf die Hüft-OP bezieht: „Narkose, Medikamente und Wundheilung fordern den ganzen Patienten. Ausreichend Muskelmasse und Muskelfunktion sind deshalb gerade bei einem Krankenhausaufenthalt ein wichtiger Faktor für eine rasche Genesung und eine erfolgreiche Rehabilitation.“ Eine zu geringe Muskelmasse beeinträchtige zudem den gesamten Organismus, etwa das Herz-Kreislaufsystem oder den Stoffwechsel. „Wir tun in der der Orthopädie deshalb alles dafür, dass unsere Patienten keine Muskelmasse durch lange Bettlägerigkeit verlieren.“ Während einer Woche Bettruhe könnten sonst ein bis 1,5 Kilogramm Muskelmasse verloren gehen!

Bei der Olivenernte stehe ich ständig schräg - gutes Muskeltraining!

Bei der Olivenernte stehe ich ständig schräg – gutes Muskeltraining!

Im Hinblick auf die Neuauflage unseres Mutmach-Ratgebers „Mut zur neuen Hüfte!!“ beschäftige ich mich gerade wieder mit meiner eigenen Hüft-OP-Geschichte. Damals, 2011, war ich 53 Jahre alt und hatte besonders nach der ersten Hüft-TEP trotz Training vorher und hinterher große Schwierigkeiten, u. a. meine Pomuskeln wieder aufzubauen. Erst nach der zweiten Hüft-OP fünf Monate später ging es wirklich bergauf. Erst dann hatte sich der Körper wieder erholt, fand seine Balance und sprach auf das Training an. Heute gibt es für mich keinen Tag ohne mindestens 10 Minuten Morgengymnastik. Damit es Spaß macht, kommt immer noch etwas dazu: entweder die Smovey-Vibroswing-Ringe oder mein Bellicon-Trampolin oder, wenn wir in Italien sind, mein Morgenwalk die steile Zufahrtstraße hoch.

In der Presseinfo folgt auch gleich das Droh-Szenario, wenn man das nicht macht: Bewegt man sich nicht regelmäßig, sind ab dem 70. Lebensjahr bereits 40 Prozent der Muskelmasse durch physiologischen Abbau verschwunden! Ups. „Bei Schmerzen durch Arthrose und Gelenkverschleiß führen Schonung und Vermeidungsverhalten zu zusätzlichem Muskelabbau und Funktionsverlust“, erläutert Prof. Dr. med. Henning Windhagen, Präsident der AE.  Recht hat er! Also noch einmal die dringende Empfehlung an alle, die eine Hüft-OP noch vor sich haben: nicht nachlassen, über einen aufgeklärten Orthopäden eine ambulante Reha vor der OP beantragen, um dort gezielt mit Physiotherapeuten und qualifizierten Trainern die Muskulatur aufzubauen.

Mittagspause bei der Olivenernte - mit Pasta und Olivenöl, Burrata und Tomaten. Linsen - und Wein.

Mittagspause bei der Olivenernte – mit Pasta und Olivenöl, Burrata und Tomaten. Linsen – und Wein. Denn nur gesund geht ja auch nicht!

Und wie sehen die Ernährungstipps aus: Empfohlen wird eine abwechslungsreiche, ausgewogene, kalorienarme und nährstoffreiche Ernährung. Sportnahrungsmittel, etwa Proteinpulver, Vitamine und Spurenelemente könnten nach Rücksprache mit dem Hausarzt gegebenenfalls zusätzlich eingenommen werden. Klingt nach Binsenweisheit, ist es aber für viele Menschen nicht! Da wir in unserem Haus in Italien immer viele Freunde und Bekannte zu Gast haben, wundere ich mich schon gar nicht mehr über merkwürdige Gewohnheiten, die gar nicht mehr hinterfragt werden. Da wird auf nüchternen Magen der schwarze Kaffee in sich hineingeschüttet. Ja, geht`s noch? Wir sind alle übersäuert und sollten gerade morgens bitteschön erst einmal mit einem sanften Tee (oder lauwarmem Wasser) anfangen. Da werden Riesenportionen Fleisch eingekauft, um sie auf den Grill zu werfen. Bekanntlich sollen gerade arthrotisch veranlagte Menschen eher fleischarm essen. Und schon gar nicht dazu industriell gefertigte Grillsaucen mit ihren künstlichen Zusatzstoffen! Wie wäre es mal mit einem selbstgemachten Yoghurt-Minze-Dip dazu – mit und ohne Knoblauch? Die Griechen machen es mit ihrem Tsatsiki vor. Gegrilltes Gemüse schmeckt übrigens hervorragend. Und ich spreche jetzt pro domo, wenn ich sage: Frisches, handwerklich produziertes Olivenöl darüber ist das Köstlichste was es gibt!

In diesem Sinne, wünsche ich allen einen bewegten und gesunden Herbst 2017!

 

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Die Sonne in die Leiste hineinlassen – mit Floor Barre-Training

Wir sind ja mitten in den Vorbereitungen für unsere Neuauflage von „Mut zur neuen Hüfte!“. Der Mutmach-Ratgeber aus Patientensicht ist derart erfolgreich, dass die Erstauflage so gut wie ausverkauft ist. Anfang 2018 wird „Mut zur neuen Hüfte II“ erscheinen – mit neuen Fachärzte-Interviews, neuen Erkenntnissen und neuen Erfahrungsberichten. Die Interviews sind so gut wie abgeschlossen. Wir werden u. a. eine Reiterin dabei haben, eine Agility-Sportlerin – und zwei Tänzerinnen.

Birgitta leitet Ingrid am Boden an, Mehmet fotografiert für "Mut zur neuen Hüfte II"

Birgitta leitet Ingrid am Boden an, Mehmet fotografiert für „Mut zur neuen Hüfte II“

All diese Sportarten funktionieren wieder prächtig mit künstlicher Hüfte. Wir Autoren lernen bei unseren Recherchen und bei den verschiedensten Facebook-Anfragen in der so nützlichen TEPFIT-Facebook-Gruppe selbst immer noch hinzu. Zum Beispiel zum Thema Revision, das einer „unserer“ Patienten, Alfred, schon hinter sich hat. Oder wir stoßen auf neue Fitness-Möglichkeiten, wie die grünen Smovey-Ringe, die wir mit einer Trainerin auch bei unserem TEPFIT-Gesundheitsworkshop vom 23. bis 25. Februar 2018 in Hagen vorstellen werden. Die Anmeldung dazu läuft gerade über Facebook bzw. über diesen Link hier. Wir schicken die Infos gern auch per Mail. Eine Anfrage über autoren@mut-zur-neuen-huefte.de genügt.

Jüngst habe ich Floor Barre AIM kennengelernt. Nie gehört? Ich auch bis dahin nicht. Aber nun habe ich es eine Stunde lang erfahren, und zwar mit Choreographin und Profi-Tänzerin Birgitta Trommler, die zwischen dem Tanzprojekt München und Choreographien in New York pendelt, und unserer Buchleserin Ingrid Maier. Sie hat mich darauf aufmerksam gemacht. Danke, liebe Ingrid! Ihre Hüft-OP ist übrigens erst ein knappes Jahr her und sie trainiert wieder voll motiviert.

Floor Barre-Training mit Profi-Tänzerin Birgitta Trommler, stehend, und Schülerin Ingrid

Floor Barre-Training mit Profi-Tänzerin Birgitta Trommler, stehend, und Schülerin Ingrid

Was also ist das? Es ist eine funktionelle Bewegungsmethode am Boden, d. h. ohne die Anstrengung, der Schwerkraft trotzen zu müssen. Floor = Boden, Barre = die Ballettstange. „Floor Barre“ = das Basis-Balletttraining wird von der stehenden Position auf den Boden verlegt. Geschult werden dabei die Stabilität, Balance, korrekte Ausrichtung und Platzierung der gesamten Muskulatur des Körpers. Ziel ist es, dass Muskeln und Gelenke aufeinander eingespielt werden und in kürzester Zeit die muskuläre Erinnerung einsetzt.

Eine Trainerin leitet die Schüler zum Stehen, Sitzen, Gehen und Drehen im Liegen an. Das geschieht keineswegs in völliger Entspannung, sondern stets mit leichtem Muskeltonus, denn sonst würde man ja realiter umfallen (am Boden liegend natürlich nicht). Die Übungen sind im besten Sinne befreiend. Schönes Bild von Birgitta: Öffne Deine Leiste, lass` die Sonne hineinscheinen, als ob Du ein Sonnenbad nehmen würdest. Mach Dich lang und frei! Nach einer Stunde fühlt man sich tatsächlich leicht schwebend

Für uns Hüftmenschen bedeutet das: Der Körper spürt sich selbst in die ideale Balance-Position hinein. Birgitta weiß, wovon sie spricht. Denn Anfang 2013 hat sie von Prof. Dr. Plötz bei den Barmherzigen Brüdern in München eine Hüft-TEP eingesetzt bekommen. „Bei mir gab es gar keine Diskussion: Das war Verschleiß. Wir Tänzer kennen unseren Körper schließlich in- und auswändig.“ Nach der OP hat sie eine ambulante Reha gemacht, die sie allerdings rasch gelangweilt hat. „Ich finde dieses Fitnesstraining so stumpfsinnig und viel zu wenig präzise. Keiner kontrolliert, wie es gemacht wird. Bei den meisten Menschen stimmt die Aufrichtung nicht. Schon kleine Kinder gehen alle schief.“

Ingrid, Autorin Heidi Rauch und Birgitta - Tanzen geht auch mit künstlichen Hüften prächtig!

Ingrid, Autorin Heidi Rauch und Birgitta – Tanzen geht auch mit künstlichen Hüften prächtig!

Ganz saubere Bewegungen sind wichtig: „Der Körper soll nicht nachmachen, sondern selber erfahren, lernen.“ Damit trifft sich diese Methode mit der Alexander-Technik, die ich ja im Vorfeld meiner eigenen Hüft-OPs auch kennenlernen durfte. Es geht darum zu spüren, wie Bewegungen möglichst anstrengungslos, weil mit den „richtigen“ Muskeln, ausgeübt werden. Ich selbst zum Beispiel halte immer den Atem an, wenn es anstrengend wird. In der Floor Barre-Stunde habe ich etwa geübt, mich mit dem Ausatmen aus dem Liegen fließend aufzurichten – und nicht hauruck mit zusammengebissenen Zähnen. Da ich im Sommer nach einer blöden Bewegung einen lästigen Hexenschuss hatte, achte ich inzwischen besonders darauf, nicht alles so zackig zu machen.

Wenn man das Anfänger-Stadium überwunden hat, geht man bei Floor Barre übrigens zu fließenden Bewegungen am Boden zu Musik über. Denn AIM steht für Anatomy in Motion. In diesem Sinne: Bleiben Sie in – fließender – Bewegung!

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Smoveys-Aquagym und 2. TEPFIT-Gesundheitsworkshop in Planung

Drei Wochen waren wir in unserem Haus in Italien und trotz fast durchgängig 30 Grad habe ich meinen täglichen Sport durchgezogen:

Der steile Weg zu unserem Haus in den Marken ist ein ideales Morgenwalk-Training.

Der steile Weg zu unserem Haus in den Marken ist ein ideales Morgenwalk-Training.

Morgens mit festen Schuhen Walk den steilen Weg hoch, oben angekommen Freiluft-Übungen umgeben von wildem Minzaroma. Auf dem Rückweg Station im Gemüsegarten unserer Nachbarn und ein paar frische Tomaten mitgenommen. Anschließend im noch frischen Pool zehn Runden schwimmen und Aquagym mit Pool-Noodle und den Smoveys. Diese grünen Ringe hatte ich schon fast wieder vergessen.

Swing, move, smile - Smoveys Vibroswing macht Spaß und gute Laune.

Swing, move, smile – Smoveys Vibroswing macht Spaß und gute Laune.

Nun sind sie dank der Planung für unseren 2. TEPFIT-Gesundheitsworkshop wieder in den Focus gerückt. Denn das Training mit den grünen Ringen wird einer von vier Programmpunkten sein. Erfunden hat diesen grünen Swing-Spaß mit dem Untertitel „Health in your hands“ Johann „Salzhans“ Salzwimmer. Der Österreicher war ein hervorragender Tennisspieler und Skifahrer, als er die Diagnose Parkinson bekam.

Im Wasser kann man auch schön zu zweit rumalbern.

Im Wasser kann man auch schön zu zweit rumalbern mit den grünen Ringen.

Mit smovey hat er seinen Zustand stabilisieren können – und viele Menschen dafür begeistert. Wiegen die Ringe ohne Bewegung 500 Gramm, erhöht sich ihr Gewicht dank der vier rollenden Stahlkugeln, die sich in den Schläuchen verbergen, auf 5 Kilo. Und die Smoveys machen so viel mehr Spaß als 5 Kilo-Hanteln. Sie sind auch prima auf dem Bellicon-Minitrampolin einzusetzen. Und genau dieses ist der zweite Programmpunkt bei unserem Gesundheitsworkshop, der diesmal in Nordrhein-Westfalen und zwar in Hagen stattfinden wird – vom 23. bis 25. Februar 2018.

Hier schon einmal zum Lustmachen der vorläufige Zeitplan, bei dem noch Änderungen möglich sind:

Ort: Tagungshotel Arcadeon, Haus der Wissenschaft und Weiterbildung, Lennestraße 91, D-58093 Hagen, Tel. +49 (0)2331 35 75 – 0, info@arcadeon.de., www.arcadeon.de

Freitag, 23. Februar

Individuelle Anreise. Im Hotel Arcadeon sind EZ- und DZ-Zimmer reserviert (125/135 Euro), ebenso im Landhotel Halden nebenan (80/90 Euro). Bitte unter Stichwort: „2. TEPFIT-Gesundheitsworkshop 24. 2. 2018“ selbst im Rahmen des Kontingents buchen.

Individuelle Stärkung im Hotel-Restaurant.

19.30 Uhr Fahrgemeinschaften zum Schloss Hohenlimburg – Die westfälische Höhenburg, www.schloss-hohenlimburg.de

20 Uhr Nachtwächterführung im Schloss, 1,5 Stunden

Ca. 22 Uhr Treffen an der Hotelbar und Vorstellung der druckfrischen „Nachtlektüre“: „Mut zur neuen Hüfte!“ – 2. erweiterte, aktualisierte und komplett überarbeitete Neuauflage

Samstag, 24. Februar  – im 96 Quadratmeter großen Tagungsraum

9.30 – 11 Uhr Fachvortrag Prof. Dr. Bernd-Dietrich Katthagen, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Hüft- und Knie-Endoprothetik.

Kaffeepause (und Zeit für individuelle Fragen an den Operateur)

11.30-13 Uhr Bellicon-Minitrampolin, ein Trainer aus Köln zeigt, wie man mit TEPs effektiv schwungvoll-schwingend trainieren kann.

13.00 – 14.00 Uhr Mittagessen im Arcadeon-Restaurant (Lunchbuffet im Preis inbegriffen, Getränke werden selbst bezahlt)

14.15 – 15.45 Uhr Smoveys-Training mit Riitta Skorzewski unter dem Motto „Swing, move and smile – health in your hands“.

Kaffeepause

16.00 – 17.30 Uhr Rolfing/Faszien-Behandlung mit dem Certified Rolfer Robert Gantke, Schule für Körperarbeit.

19.15 Uhr Fahrgemeinschaften zum gebuchten Restaurant

19.30 Uhr Gemeinsames Abendessen à la carte und individuell zu bezahlen im Restaurant „Zum Würzburger“.

Sonntag, 25. Februar

Individuelle Abreise nach dem Frühstück; Tipp: www.westfalenbad.de – sehr schön, um in den Sonntag zu schwimmen!

Preis: 100 Euro

Darin enthalten sind:

Nachtwächterführung, 23. 2., vier Programmpunkte am Samstag, 24. 2., inkl. Mittagessen, Kaffee und Wasser so viel wie man mag; zusätzlich gibt es für alle noch ein süßes „Carepaket“.

Organisation: Heidi Rauch, Peter Herrchen, Doris Brauckmann und Ulrike Steyer

Nicht enthalten sind: An- und Abreise, Unterkunft, Abendessen 24. 2. 2018. Das Tagungshotel Arcadeon stellt ein Bahn-Ticket für 99 Euro zur Verfügung.

Wichtiger Hinweis: Hunde sind während des Workshops nicht erlaubt.

Wir spenden! Wir organisieren den TEPFIT-Gesundheitsworkschop als Non Profit-Veranstaltung! Mit möglichen Überschüssen möchten wir die Deutsche Kinderrheuma-Stiftung unterstützen.  Schirmherrin ist Rosi Mittermaier, ehemalige Skirennläuferin mit insgesamt fünf Olympia-Gold-Medaillen. Zahlreiche Sportveranstaltungen wie Marathonläufe oder Golfturniere finden alljährlich zum Spendensammeln für die Stiftung statt.

Anmeldeschluss: 30. November Sollten sich bis zu diesem Datum nicht mindestens 20 Teilnehmer angemeldet haben, findet der Workshop nicht statt. Das bis dahin bezahlte Geld wird rücküberwiesen.

An dieser Stelle wird es in Kürze ein richtiges Anmeldeformular geben, das mein lieber Mitautor Peter Herrchen erstellen wird. Er ist ja unser wichtiger IT-Finanz-Fachmann, während wir Damen unserer Kreativität freien Lauf lassen können. Wer sich also schon einmal begeistert für unser Programm, der kann mir gern eine Mail schicken an pr@heidi-rauch.de. Ich wünsche allen Lesern einen bewegten und herrlichen Sommer!

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Fitness-Offensive und Piriformis muckt

Wollen Sie 10 Jahre jünger aussehen? Ja klar, wer will das nicht? Dieser Slogan auf Facebook hat mich bewogen, doch wieder mal ein Fitness-Studio zu betreten. Hintergrund: Nach meinen beiden Hüft-Rehas hatte ich eigentlich von Training an Geräten genug und habe meine Übungen lieber zu Hause gemacht. D. h. jeden Morgen 10 bis 15 Minuten auf der Matte meine Fünf Tibeter plus Qi Gong-Übungen plus Dehn- und Kräftigungsübungen aus der Hüft-Reha. Dazu nach Lust und Laune ein bisschen Schwingen auf dem Bellicon-Trampolin, ein bisschen Blackroll, wenn das Knie zwickt, Ergometer-Training im Winter, im Sommer ca. zwei Mal Golf in der Woche. Eigentlich fühle ich mich fit. Eigentlich….

Das Training im Life-Fitness-Zirkel erinnert mich sehr an meine Reha-Zeit.

Das Training im Life-Fitness-Zirkel erinnert mich sehr an meine Reha-Zeit.

Der Eingangstest im Aktivhaus Freising sagt allerdings etwas anderes: Es mangelt mir an Beweglichkeit, vor allem in der Brustwirbelsäule. Ein gängiges Problem bei schreibenden Menschen, die viel am Bildschirm sitzen. Na gut, also fünf Wochen lang Teilnahme am Programm „Deutschland bewegt sich!“. Erste Hürde: Ich sollte mindestens zwei Mal pro Woche zum Training kommen. Leider schaffe ich das zeitlich höchstens einmal pro Woche, auch, weil ich zum Studio 25 Minuten fahren muss. Fazit: Ich suche mir ein Studio in der Nähe. Erste Bilanz: Gruppenkurse wie Stretch & Faszien bei Elvira oder Eva machen mir Spaß, Zirkeltraining an Geräten finde ich langweilig, Aufwärmen auf dem Crosstrainer auch, aber das muss natürlich sein. Die Lösung wäre eine Zehnerkarte, die ich flexibel zum Besuch der Kurse nutzen könnte. Vorteil: Auch andere Menschen um mich herum stöhnen und ächzen, das hilft!

Zweiter Anlauf: Mrs. Sporty in Erding. Dieses kleine Studio nur für Frauen liegt fünf Minuten von mir entfernt, ich könnte auch hinradeln. Großer Vorteil!

Personal Trainer sind bei Mrs. Sporty auf dem Bildschirm und live dabei.

Personal Trainer sind bei Mrs. Sporty auf dem Bildschirm und live dabei.

Zielgruppe ist hier 50 plus, wunderbar. Das sympathisch geführte Center hat 7 Tage durchgehend von 6 bis 22 Uhr geöffnet. Ideal! Nachteil: keine Gruppenkurse, aber doch nette gleichgesinnte Frauen, die auch neben mir ächzen und stöhnen. Es ist immer eine Trainerin dabei, auch eine, die in Reha-Gesundheit geschult ist. Grundpfeiler: vier Stationen jeweils vor mannshohen Smartphone-Bildschirmen, auf denen mir eine nette virtuelle Dame vorturnt, mich anleitet, korrigiert oder mit einem Smiley lobt! Da kommt man ins Schwitzen. Dazwischen vier Stationen mit eher koordinativen Übungen, bei denen sich der Puls sich wieder beruhigen kann. Zum Schluss Dehnübungen. Funktionelles Training, das sämtliche Muskelketten anspricht, und das alles in nur 30 Minuten plus Dehnzeit! Das genügt zwei Mal pro Woche. Herrlich unkompliziert und effektiv.

Grundsätzlich geht es mir darum, bis ins hohe Alter beweglich und fit zu bleiben. Glücklicherweise habe ich keine Gewichtsprobleme. Sicher auch, weil ich mich sehr gern bewege und mir eine gute Ernährung wichtig ist. Seit einiger Zeit verzichte ich mehrheitlich auf Wurst und Fleisch, weil mein lieber Mann Gicht hat und das meiden soll. Es tut meinem Energielevel ungeheuer gut, zumal wir beide sehr gern Pasta in jeder Form essen – und Kuchen! Und natürlich erstklassiges Olivenöl, wo immer es geht! Schließlich haben wir eine Olivenölschule, in der ich sogar zeige, wie man mit Olivenöl backen kann und somit tierisches Fett spart.

Ein weiterer Grund, mal wieder mehr als das Übliche zu tun, ist mein Piriformis. Dieser für uns Hüft-TEPler so wichtige Muskel im Gesäß ist oft zu sehr angespannt und beeinflusst somit die Oberschenkelmuskeln, vor allem den gluteus medius.

Schonschwung mit ausgestelltem linken Fuß, damit der gluteus nicht schmerzt.

Schonschwung mit ausgestelltem linken Fuß, damit der gluteus nicht schmerzt.

Vor allem bei der Hüft-Rotation nach links, wie man sie als Rechtshänder beim Golf-Abschlag ausführt, tut mir dieser Muskel über dem Rollhügel (Trochanter major) weh. Nun habe ich also sechs Mal Manualtherapie, um diesen Piriformis wieder zu lockern. Und ich habe aus Sorge sechs Jahre nach meinen Hüft-OPs mal wieder eine Röntgen-Kontrolle machen lassen. Es ist alles in Ordnung mit meinen Titanhüften, also ist es ein muskuläres Problem. Was aber war der Auslöser für meine Beschwerden? Ich glaube, es war der Tennisball unter meiner Pobacke, auf den wir uns im Gruppenkurs mit schmerzverzerrtem Gesicht legen sollten. Noch ein Grund mehr, doch lieber zu Mrs. Sporty zu gehen. Aber erst im Herbst, nach der Golfsaison!

PS: Lustiger Lese-Tipp zum Thema ist der Frauenroman „Mein Gott, Wanda“ von Ulrike Herwig. Da muss sich die Titelheldin, ihres Zeichens 60 plus, um das Fitness-Studio „Herkules“ ihres verunglückten und unglücklich agierenden Sohnes kümmern und gibt dem Ganzen mit Frauen und Männern ihrer Altersklasse wieder neuen Schwung!

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Golfturnier für künstliche Hüften und Kniee 2018 wieder!

12 Titanhüften und drei Knie-TEPs gingen am 14. Mai 2017 über den flachen 9-Loch-Platz des Land- und Golfclubs Werdenfels bei Garmisch-Partenkirchen. Sie bestritten die Premiere des von mir organisierten 1. TEPFIT-Golfturniers für künstliche Hüften und Kniee.

Sonne und gute Laune beim 1. TEPFIT-Golfturnier

Sonne und gute Laune beim 1. TEPFIT-Golfturnier

Das Wetter spielte ebenso mit wie Dr. Christian Fulghum, Chefarzt der endogap-Klinik für Gelenkersatz in Garmisch-Partenkirchen. Sein Heimatclub bietet spektakuläre Blicke zu Alp- und Zugspitze und eine ausgesprochen herzliche Atmosphäre. Mit dabei auch der Vizepräsident Johann Haugg, selbst Doppel-Titanhüften-Träger, selbstverständlich von Dr. Fulghum operiert.

Dr. Christian Fulghum beim schwungvollen Abschlag

Dr. Christian Fulghum beim schwungvollen Abschlag

Auf der Driving Range tummelten sich zur gleichen Zeit einige Anfänger bzw. Golf-Schnupperer, die von Pro Jody Morris den „Healthy Swing“ gezeigt bekamen – eine Variante des Golfspiels, die basierend auf biomechanischen Erkenntnissen besonders gelenk- und rückenschonend ist. Ein wichtiger Punkt: längere Schläger. Ich werde das demnächst auch bei Jody in seinem Club GC Karwendel in Wallgau ausprobieren – und hier berichten.

Ich spielte im Flight mit Dr. Christian Fulghum und seiner Frau Angela außer Konkurrenz mit.

Ich spielte im Flight mit Dr. Christian Fulghum und seiner Frau Angela außer Konkurrenz mit.

2018 wird dieses Turnier als Abschluss in den endofit-Golfkurs der endogap-Klinik integriert und damit zur festen Einrichtung. Wir werden rechtzeitig auf all unseren Kanälen über den Termin informieren. Die Premieren-Teilnehmer jedenfalls waren begeistert – auch über den Preis: Die drei Gewinner mit Hüft-TEPs bekamen unser Buch „Mut zum neuen Knie!“, weil sie tatsächlich diese OP möglicherweise auch noch vor sich haben!

Hinter sich hat Alfred Ploch seine Revisions-OP nach 26 Jahren. Wer unser Buch „Mut zur neuen Hüfte!“ gelesen hat, der kennt auch Golfer Alfred. Inzwischen ist er 71 Jahre alt und hat sich in der endogap seinen alten Hüftkopf austauschen lassen.

Ich besuche unseren Revisions-OP-Alfred in der Reha am Tegernsee.

Die Gehhilfen braucht Alfred eigentlich gar nicht mehr.

Eigentlich hatte er nur hin und wieder Beschwerden, aber die Ärzte rieten doch zum Austausch. Wie gut! Denn was man auf dem Röntgenbild nicht gesehen hat, war die fortgeschrittene Osteolyse, also den Abrieb der Knochenmasse sowohl in der Pfanne als auch im Oberschenkelknochen. Auf dem OP-Tisch hat man also nicht nur den Keramikkopf ausgetauscht, sondern auch noch Zement eingefüllt, um die Knochen zu stabilisieren. Somit hat er nun eine bombig sitzende halb-neue Hüfte-TEP rechts, und sofort war Vollbelastung erlaubt. Lediglich die relativ lange Narbe muss noch verheilen.

Ich besuchte ihn in der Reha in der Medical Park Klinik St. Hubertus in Bad Wiessee am Tegernsee, die er früher als geplant verlassen wird. Eben, weil es ihm schon so gut geht. Ein echter Mutmacher! Und natürlich will er nicht nach drei Monate, wie von Dr. Fulghum empfohlen, sondern schon nach zwei Monaten wieder Golf spielen. Ich werde in Wort und Bild an dieser Stelle berichten….

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1. TEPFIT-Golfturnier am 14. Mai im GC Werdenfels – mit Dr. Christian Fulghum!

An alle Golfer unter meinen Lesern und an diejenigen, die es mal ausprobieren wollen: Am Sonntag, 14. Mai 2017, wird es das erste TEPFIT-Golfturnier über 9 Löcher im Land- und Golfclub Werdenfels bei Garmisch-Partenkirchen geben. Dies ist der Golfclub von Dr. Christian Fulghum, Chefarzt der endogap-Klinik für Gelenkersatz in Garmisch-Partenkirchen. Er bietet seinen Patienten ja schon seit längerem ein sogenanntes endolife-Sportprogramm zum Wiedereinstieg nach der Hüft- (oder Knie-)OP. Just am 13. Mai ist die endolife-Golfwoche beendet. Was liegt da näher, als zum Abschluss ein kleines Turnier für alle TEP-Träger auszuschreiben?

Nach der Runde gibt es ein Mittagessen im gemütlichen Clubhaus.

Nach der Runde gibt es ein gemeinsames Mittagessen im gemütlichen Clubhaus.

Und das Beste: Golflehrer Jody Morris bietet allen Noch-Nicht-Golfern einen Schnupperkurs „Healthy Swing“. Er ist der Pro, der auch bei den endolife-Kursen die Teilnehmer wieder mit einem schonenden Schwung an ihren Lieblingssport heranführt.

Hier die Eckdaten: Das 9-Loch-Turnier startet um 9 Uhr und kostet für Gäste 50 Euro. Darin enthalten ist ein kleines Tee-Geschenk, Mittagessen und Preise. Der Hauptpreis ist ein Aufenthalt in der Moseralm in den Südtiroler Dolomiten am Karersee. Wer unser Buch „Mut zur neuen Hüfte!“ gelesen hat, der kennt die Geschichte von Hotel-Mitbesitzerin Sieglinde Auer. Danke an die Moseralm für die Großzügigkeit! Weitere Preise gibt es in Form von Olivenöl aus den Marken, das ich zusammen mit meinem Mann unter dem Namen Olio Piceno importiere.

Herrlicher Alpenblick für alle Golfer im GC Werdenfels bei Garmisch-Partenkirchen

Herrlicher Alpenblick für alle Golfer im GC Werdenfels bei Garmisch-Partenkirchen

Der Schnupperkurs findet von 10 bis 12 Uhr statt und beinhaltet Leihschläger, Bälle, Driving Range-Gebühr und ein kleines Putt-Turnier. Für die Gewinner gibt es ebenfalls Preise, und das gemeinsame Mittagessen mit den Turnierteilnehmern und Dr. Christian Fulghum ist ebenfalls im Preis inbegriffen. Gute Gelegenheit, um sich mit dem Fachmann und Gleichgesinnten auszutauschen!

Der Platz ist durchweg flach, mit wunderbar altem Baumbestand, und bietet herrliche Ausblicke zu den Bergen – Wettersteinmassiv mit Alp- und Zugspitze. 1929 bereits wurde die 9-Loch-Anlage gegründet und ist damit die viertälteste in Bayern.

Anmeldungen bitte direkt an mich: pr@heidi-rauch.de. Ich maile allen Interessenten gern die Ausschreibung zu – sowohl für das Turnier als auch für den Schnupperkurs. Das Turnier ist auf 30 Teilnehmer begrenzt, der Schnupperkurs auf 8.

Noch etwas dick angezogen, aber die Golfsaison kann beginnen!

Noch etwas dick angezogen, aber die Golfsaison kann beginnen!

Übrigens haben gerade heute meine beiden Titanhüften die Golfsaison 2017 eingeläutet. Zwar in meinem Golfclub München Eichenried noch auf Wintergrüns und damit auf einer verkürzten Runde, aber immerhin! Kaffee und Kuchen mit lieben Golffreunden auf der sonnigen Terrasse ließen schon einen Vorgeschmack auf den bevorstehenden Frühling aufkommen. Endlich wieder Bewegung in wärmerer Luft. Juchhu!

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Bewegte Neujahrsgrüße allen TEP-Trägern!

Liebe Leser dieses Blogs, ich hoffe, Sie sind alle gut ins neue Jahr 2017 „gerutscht“ bzw. nicht gerutscht, sondern sicher gegangen. Und Sie haben das neue Jahr natürlich alle „bewegt“ mit einem schönen Neujahrsspaziergang begonnen, oder?

Viele von Ihnen werden sicher auch Mitglied in unserer TEPFit-Facebook-Gruppe sein und dort Anteil nehmen an den verschiedenen TEP-Schicksalen. Ich selbst lebe ja nun schon über fünf Jahre glücklich mit meinen beiden Hüft-TEPs und bin immer wieder erstaunt zu lesen, wie viele Ängste da herumgeistern. Für mich war das damals gar keine Diskussion: Ich konnte mich nur noch unter Schmerzen bewegen, mein geliebter Golf-Sport war ebensowenig schmerzfrei möglich wie das Skifahren, also musste etwas geschehen! Als ich die Diagnose der fortgeschrittenen beidseitigen Hüft-Arthrose hatte, war ich eher glücklich als entsetzt. Endlich wusste ich zuverlässig, wo das Übel anzupacken ist. Alle Behandlungen vorher waren ja eher eine Achterbahnfahrt der Gefühle, die mich immer unzufriedener mit meiner körperlichen Unzulänglichkeit machte.

Italienischer Morgenspaziergang nach oben

Italienischer Morgenspaziergang nach oben

Meine Recherche-Phase hat ein gutes halbes Jahr gedauert: Diagnose bestätigen, sich umhören (unser Buch „Mut zur neuen Hüfte!“ hätte mir damals gut weiterhelfen können….), erfahrenen Operateur suchen und finden, OP-Termin ausmachen, vorher ambulante Reha zum Fitmachen (Tipp meiner Manualtherapeutin, den ich jederzeit und unbedingt weitergebe!), hinterher stationäre Reha beantragen. Los geht`s! Klar, ist mir kurz vorher etwas mulmig geworden. Aber ein Zurück kam überhaupt nicht in Frage. Ich wollte endlich wieder nach vorn schauen, buchstäblich vorwärts gehen. Und ich habe diese OP als Anstoß, Anschub, Anreiz zur Veränderung gesehen.

Italienischer Morgenspaziergang wieder nach unten

Italienischer Morgenspaziergang wieder nach unten

Diesen Gedanken würde ich gern allen Betroffenen für das Jahr 2017 mitgeben: Eine ernsthafte Erkrankung ist ja immer auch ein Wendepunkt im Leben und kann/sollte eine Chance sein zur Besinnung. Das heißt: Alle Sinne sind geschärft und erspüren, in welcher Hinsicht man möglicherweise Veränderungen im Leben vornehmen möchte/sollte. Es gibt kein „Weiter wie bisher“. Das ist eine Illusion: Der Arzt repariert etwas und dann ist alles wieder heile. Der Körper hat einen Schwachpunkt offenbart und der will beachtet werden. Nicht überprotektiv, aber doch achtsam. „Körper-Pflege“ im ganz wörtlichen Sinn. Das kann jeder anders handhaben. Bei mir ist es eine um einige Reha-Übungen erweiterte tägliche Morgengymnastik, es sind Spaziergänge, bei denen ich viel mehr als früher auf mein harmonisches, abrollendes Gangbild achte, es sind Bürostühle, die aktives Sitzen unterstützen, die Treppe nehmen statt der Rolltreppe uvm.

Es gibt auch Dinge, auf die ich inzwischen verzichte, weil ich mich damit nicht wohl fühle, weil ich sie meinen TEPs nicht zumuten will und weil ich sie schlicht „hinter mir“ gelassen habe: Langlauf in festen Loipen z. B. (gern dagegen auf selbst gespurten einsamen Feldwegen), Schlittschuhlaufen (als Kind war ich eine Eis-Prinzessin; alles hat seine Zeit!), Squash spielen (habe ich als Studentin viel gemacht, ist aber sowieso eher aus der Mode), Rodeln (da bin ich einmal so aufs Steißbein gekracht, dass ich nie wieder auf so ein Ding gestiegen bin – und das war lange vor meinen OPs), Autoscooter fahren (das Gebuffe fand ich sowieso immer schrecklich). Muss ja alles nicht sein! Ich bin auch glücklich ohne!

Auch die Adria hat Ebbe und noch mehr "Lauffläche".

Auch die Adria hat Ebbe und noch mehr „Lauffläche“.

Wichtig finde ich zudem, dass man sich die kleinen Glücksmomente bewusst macht, wie z. B. vom Stuhl aufstehen, ohne sich erst am Tisch festzuhalten und eher vorsichtig zu schauen, ob man seine Hüften schmerzfrei in Schwung bringt. Oder einen Sprint zur U-Bahn hinlegen ohne nachzudenken, ob die Hüften das mitmachen. Brustschwimmen mit kräftigen Froschstößen, ohne Probleme Treppen runtergehen etc. etc. Sobald man die Veränderung angenommen und positiv besetzt hat, wird ungeheuer viel Energie freigesetzt für Neues! Die Gedanken kreisen nicht immer nur um die Defizite, sondern können sich nach vorn bewegen – zu neuen Projekten, Ideen. Bei mir sind u. a. die Mutmach-Ratgeber „Mut zur neuen Hüfte!“ und „Mut zum neuen Knie!“ daraus geworden. Der Anstoß zu weiteren Büchern war gegeben! Inzwischen gibt es ein Buch über Olivenöl („Oliven – Eine Liebeserklärung an den Süden“), ein Freundinnen-Roman ist in seiner Endphase, ein Briefroman am Werden, ein historischer Roman in der Schublade.

Ein Glas Rotwein auf das Wohl aller TEP-Träger!

Ein Glas Rotwein auf das Wohl aller TEP-Träger!

Ja, und 2017 steht die Neuauflage von „Mut zur neuen Hüfte!“ an. Mein Mitautor Peter Herrchen und ich sammeln schon Ideen. Ende Januar treffen wir uns wieder und werden einen Zeitplan festlegen. Denn die Exemplare der Erstauflage gehen zur Neige. Danke in diesem Zusammenhang allen Buchkäufern und Empfehlungen! Wir freuen uns immer wieder, dass wir anderen Menschen damit zu mehr angstfreier Lebensqualität verhelfen können! In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern ein bewegtes, schwungvolles und energetisches Jahr 2017!

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