N wie Nordic Walking, Narbe, Narkose – und Nachträge

Nordische Temperaturen erfordern nordisches Training = Nordic Walking ohne Stöcke. Mein momentaner Anlass, selbst bei – 14 Grad morgens über die Felder zu „walken“, vulgo schnell gehen, heißt Arancio und ist unser Gasthund für zwei Wochen. Warm eingepackt in Skihose und Anorak mit Fellkapuze ist so ein Winter-Hunde-Spaziergang eine wahre Freude – ehrlich! Nur Ostwind sollte nicht gerade wehen. Aber wenn`s sonnig ist und der Schnee glitzert, dann hüpfe ich über die Felder und freue mich an der Bewegung an sehr, sehr frischer Luft. Als Neu-Hüft-Tep-Trägerin bin ich immer noch der Meinung, ich müsste meinen gesamten Geh-Apparat stärken. Vielleicht verliert sich das ja mal…. Aber momentan nutze ich dazu jede Gelegenheit. Das heißt: Ich gehe mal ein paar Schritte rückwärts durch den Schnee, mal im großen Ausfallschritt vorwärts oder seitwärts, mal seitlich überkreuz (sieht man immer beim Fußballtraining!), mal rudere ich mit den Armen dazu. Der Hund nimmt`s gelassen, und sonst begegne ich niemandem bei meinem „Special Nordic Walking“. Wäre mir aber auch egal…

Nordic Walking über die Schneefelder mit Gasthund Arancio

Nordic Walking über die Schneefelder mit Gasthund Arancio

Ebenso egal ist mir die Länge meiner Narbe. Das schrieb ich ja schon beim Buchstaben M wie minimalinvasiv. Und ich freue mich, dass mein Hüft-Blog-Mitstreiter Peter Herrchen gleich einen zustimmenden Kommentar hinterlassen hat. Deshalb hier noch einmal der Link-Hinweis: www.endoprothese.wordpress.com. Manche Menschen klagen über Wetterfühligkeit in der Narbe. Das kann ich nicht bestätigen. Auch habe ich bisher nichts gefunden, ob große Kälte wie sie jetzt herrscht, in der Titanhüfte zu spüren ist. Ich merke jedenfalls nichts. Manchmal glaube ich, das ist auch Einstellungssache. Für mich gehören die neuen Hüften einfach zu mir. Basta. Ich habe nicht das Gefühl, da einen Fremdkörper in mir zu tragen. Wie sagte mal jemand so treffend: Du merkst ja auch nicht andauernd, dass Dein Gebiss immer mehr aus Füllungen, Kronen, Brücken und Implantaten besteht.

Ebenso unempfindlich war ich gegen die Narkose bei meinen beiden Hüft-OP`s. Natürlich war es jedes Mal eine Vollnarkose. Mir wurde hinterher noch ganz übel, als mir ein 80-jähriger Mitpatient in meiner ersten Reha erzählte, dass er wg. seiner Herzprobleme nur eine Teilnarkose bekommen und damit jedes Geräusch gehört hat. Er meinte, er hätte das einfach dahingehend ausgeblendet, dass er sich vorgestellt hat, da wird im Nachbarzimmer gebohrt und gemeißelt. Das nenne ich mal eine Super-Autosuggestion. Hut ab! Im Übrigen hat uns der lebensfrohe Herr in der Hüftgruppenstunde erheitert, weil er am Bauch so kitzlig war und immer loskicherte, sobald ihn eine Therapeutin berührte. Sollte er dies hier als „Silver Surfer“ lesen: Ich hoffe, es geht Ihnen gut!

Hier noch zwei Nachträge, die eigentlich beim Buchstaben K dran gewesen wären. Über die PR-Arbeit für meinen Golfclub München Eichenried habe ich ein Buch kennengelernt, das zwar vorwiegend für Männer geschrieben wurde, das ich aber an dieser Stelle doch empfehlen möchte, weil es viele nützliche Körperübungen enthält: „Körperstolz – Die Bedienungsanleitung zum Traumkörper“ von Michael Dapp & Alexander Beck (www.koerperstolz.de). Die beiden stellen ein ganzheitliches Trainingsprogramm inklusive Ernährung vor, das ganz ohne Fitness-Studio und Dogma auskommt. Ermunternd sind die Schilderungen von Kandidaten, die ihren inneren Schweinehund überwunden haben und sich mit Hilfe von Gymnastikmatte und Gummiband wieder in Form gebracht haben. Fotomodel für die Übungen ist übrigens Michael Dapp selbst – und da er wirklich aussieht wie ein Model, ist dieses Buch auch für Frauen anschauenswert…

Natürlich geht es in diesem Buch vor allem um das Umwandeln von Fettgewebe in Muskelgewebe, und das bringt mich zu überflüssigen Kilos bzw. zu unserer neuen Waage: Nein, sie misst nicht die Körperfettwerte, aber es ist eine Digitalwaage, die wirklich unbestechlich ist. Komischerweise zeigt meine alte „Analog-„Waage immer ein Kilo weniger an. Und das auch jetzt noch, wo ich mir doch habe sagen lassen, dass jede Titanhüfte ein Pfund mehr wiegt als der „alte Knochen“, d. h. dass ich jetzt sehr wohl ein Kilo mehr wiegen dürfte. Aber das Tollste an der Waage: Sie zeigt (natürlich über einen Außensensor) das Wetter und die Temperaturen an. Also weiß ich: Jetzt gehe ich gleich bei -14 Grad mit dem Hund spazieren….

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