M wie Mut zur neuen Hüfte!, Mi Shu-Stuhl, Mitpatienten – und Magen statt Lunge

Mit dem ABC bin ich ja nun durch, aber trotzdem möchte ich diesen Blog natürlich nicht beenden. Also werde ich in loser Folge einen Buchstaben rauspicken und dazu etwas schreiben. Ganz uneigennützig fange ich bei M an, denn unser Hüft-OP-Mutmach-Buch „Mut zur neuen Hüfte!“ nimmt Formen an. Mein Mitautor Peter Herrchen (www.endoprothese-und-sport.de) hat sogar schon eine Mini-Homepage für uns angelegt (www.mut-zur-neuen-hüfte.de). Da sieht man als Bild einen Cover-Vorschlag unseres Gestalters Hubert, der mein Mitpatient in der Reha in Bad Heilbrunn war. Die Optik wird sich wahrscheinlich noch ändern, aber auf jeden Fall wollen wir ein positiv wirkendes „sportliches“ Foto auf dem Titel, das schon auf den ersten Blick Mut macht – nicht zuletzt zum Kauf des Buchs! Vorstellen wollen wir unser Buch am 29. September – Peter im hohen Norden in Neustadt an der Ostsee, ich im Süden bei den Gesundheitstagen in Bad Aibling. Hier mache ich übrigens ganz neu die PR für das „13. Internationale Gitarrenfestival Saitensprünge“ im November (www.saitenspruenge.com).

Zuvor wird das Buch als E-Book zu haben sein. Es wird über 200 Seiten umfassen mit vielen nützlichen Tipps und Erfahrungsberichten sportlicher TEP-Träger, die alle wieder ihren Sportarten frönen, nämlich Bergsteigen, Dressurreiten, Golf, Kitesurfen, Laufen, Radfahren, Skifahren, Triathlon etc. Auch Prominente sind dabei. Außerdem haben wir Interviews mit drei renommierten Operateuren geführt. So, jetzt habe ich hoffentlich genügend Interesse geweckt. Wir freuen uns jetzt schon über rege Mundpropaganda für dieses erste Hüft-Buch aus Patientensicht.

Zurück zum Buchstaben M: Hier habe ich beim ersten M-Artikel in diesem Blog den Mi Shu-Bewegungsstuhl vergessen. Es handelt sich um einen hölzernen Design-Stuhl, der in jedes Wohnzimmer passt und ideal ist, um „zentriertes Sitzen“ zu üben. Der Begriff kommt aus dem Japanischen: Mi = Körper, Seele, Selbst; Shu = Zusammenwirken, Zentrierung, Konzentration. Dieser Hocker besteht aus mittels „Gelenken“ miteinander verbundenen,  dreidimensional beweglichen Holzteilen und einem Sitzkissen. Das „Wackeln“ mobilisiert die Muskulatur, kräftigt sie und entspannt den Rücken. Nicht schlecht für Hüft-Patienten. Die Werkstatt in Grafing bei München stellt auch Balancierscheiben her. www.mishu.de.

Das Sitzen auf dem wackligen Mi Shu-Stuhl mobilisiert und kräftigt die Wirbelsäule.

Das Sitzen auf dem wackligen Mi Shu-Stuhl mobilisiert und kräftigt die Wirbelsäule.

Dann hat mir meine Mitpatientin Christine ein Jahr nach ihrer Hüft-OP eine Mut machende Mail geschickt, aus der ich gern hier zitieren möchte: „Ich habe heute mit einem befreundeten Ehepaar eine 60 km lange Radltour gemacht. Quer durch unser schönes Hinterland mit Einkehrschwung  in einer kleinen bewirtschafteten  „Alm“– war traumhaft. Wenn ich mich zurückerinnere, dass ich vor 2 Jahren  froh war, ein paar Km zu fahren und dann nicht mehr vom Radl kam oder beim Aufsteigen das Radl schief halten musste, bin ich heute froh, dass ich die OP machen habe lassen. Mein Moutainbike habe  ich vor der OP meiner Tochter gegeben, da ich mir nicht vorstellen konnte, jemals wieder damit zu fahren. Mein Enkel Sebastian hat  den Leuten  erzählt, dass die Oma „Bauch-Oberschenkel-Schmerzen“ hat (er meinte damit die Schmerzen in der Leiste) und deshalb nicht mehr Radfahren kann. Ich hab es mir nun wieder geholt und ich fahre genauso gut darauf  wie vor Jahren. Die nächste größere Tour wird eine Tagestour  –  von Wolfratshausen durch die Pupplinger Au zur Floßrutsche, entlang am Isarhochufer bis nach München. Landschaftlich ist es eine wunderbare Strecke – aber auch etwas anspruchsvoll. Bis dahin werde ich noch üben.“

Zum Abschluss noch ein dringender Appell, medizinischen Diagnosen mit gesunder Skepsis zu begegnen und selbst zu recherchieren. Dazu zwei Fälle aus meinem Bekanntenkreis. Eine Freundin von mir hatte ständig Bronchitis, Kehlkopf- und Atemprobleme. Als Privatpatientin ging sie zum Lungenspezialisten schlechthin in München. Er verschrieb ihr Cortison. Nach Lektüre des Arztberichts, in dem es hieß, es seien gar keine Auffälligkeiten an ihrer Lunge zu sehen, nahm sie die Tabletten lieber nicht. Vielmehr las sie die Zeitschrift „Freundin“, ja, tatsächlich, und fand darin einen Artikel über „stillen Reflux“ (www.stiller-reflux.de). Das ist nicht etwa das übliche Sodbrennen. Vielmehr bilden sich im Magen durch Übersäuerung Gase, die in die Atemwege steigen. Dagegen gibt es Medikamente und eine basische Diät. Meine Freundin konfrontierte den Spezialisten mit dieser Eigendiagnose, bekam die entsprechenden Medikamente und ist nun beschwerdefrei! Eine Entschuldigung bekam sie natürlich nicht, eher ein Achselzucken.

Der zweite Fall handelt von einem Kreuzbandanriss eines Golf spielenden Journalisten-Kollegen von mir. Natürlich wollte jeder konsultierte Orthopäde das lädierte Knie operieren. Glücklicherweise hörte er von dem seit über 30 Jahren in Hallein, Tirol, praktizierenden Ägypter Mohamed Khalifa, der schon schwierigste Muskel- und Gelenkverletzungen von Sportgrößen wie Boris Becker, Roger Federer und Franziska van Almsick ohne Operation geheilt hat (www.mohamed-khalifa-buch.de). Er regt mit den Händen das Wachstum des Bindegewebes rund um den lädierten Bereich an. Das ist durchaus schmerzhaft, aber wirkungsvoll, sagt mein Kollege. Er jedenfalls fuhr zwei Mal von Regensburg nach Hallein – und ist inzwischen wieder voll beweglich im Knie.

Aber als er mir von seinen zunehmenden Muskelverspannungen im Lendenwirbelbereich erzählte, die bis in den Oberschenkel ziehen, konnte ich ihm einen Tipp geben: Lass` doch mal Deine Hüfte röntgen. Die Behandlung einer ISG-Blockade (Iliosakralgelenk) könnte überflüssig sein…

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Eine Antwort zu M wie Mut zur neuen Hüfte!, Mi Shu-Stuhl, Mitpatienten – und Magen statt Lunge

  1. Peter Herrchen schreibt:

    Sollten wir Beide vor einer irgendwann notwendig werdenden Revision vielleicht mal zusammen zu Mohamed Khalifa gehen? Hätte er mit seinen Händen vielleicht unsere defekten Hüftköpfe wieder zum wachsen gebracht und wir hätten uns die Hüft-TEP’s sparen können? Spannende Fragen und in jedem Fall ein interessanter Ansatz bei den Leiden, die so behandelt werden können!
    Peter

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