B wie Bücher, Bergtour, Begeisterung – und Belastung bei Apfel-, Quitten- und Olivenernte

Unser Buch „Mut zur neuen Hüfte!“ ist nun knapp einen Monat auf dem Markt und scheint wirklich einen Patienten-Nerv zu treffen. Wir freuen uns jedenfalls über Lob – nachzulesen unter „Leserstimmen“ auf unserer Homepage www.mut-zur-neuen-hüfte.de und bei Amazon, wo wir bislang vier 5-Sterne-Rezensionen bekommen haben! Unser Onlineshop auf der Homepage funktioniert seit wenigen Tagen, und ab 1. November sind wir über den Grossisten Koch & Neff auch vermehrt in 7.000 Buchhandlungen in Deutschland präsent. Herzlichen Dank an dieser Stelle meiner Freundin Rosa Wolf, deren Buch und Blog www.arm-aber-bio.de ich an dieser Stelle wärmstens empfehlen möchte.

Regen Kontakt halten wir mit einigen unserer „Patienten“, die entweder im Buch vertreten sind oder rund um unsere Blogs mit mir und Peter Herrchen Kontakt aufgenommen haben. Eine euphorische Mail kam von unserem Grafiker Hubert Hornsteiner, der seit letztem Jahr eine Hüft-TEP hat (sein Erfahrungsbericht steht auf den Seiten 136 – 145 in unserem Buch). Zusammen mit seiner Frau Gabriele, die das Cover von „Mut zur neuen Hüfte!“ ziert (nein, das bin nicht ich! – Gaby ist kleiner und zierlicher als ich und hat kürzere Haare!), hat er im bayerischen Föhn-Herbst eine wunderschöne Bergtour unternommen und schreibt voller Begeisterung: „Wir haben heute eine etwas längere traumhafte Bergtour im Wettersteingebirge unternommen, und zwar am Südwandsteig in den Leutascher Bergen. Fast keine Leute und es war wunderschön. Ich freu mich aber ganz ehrlich gesagt schon auf den herannahenden Winter, um endlich wieder Skiabfahrten im Gelände unternehmen zu können. Am kommenden Wochenende soll ja ein kräftiger Wettersturz kommen mit Neuschneefällen bis ins Tal. Durchaus möglich, dass ich dann einen Skitag am Stubaier Gletscher einlege.“ Wohlgemerkt: Auch das ist mit künstlicher Hüfte möglich!

Herrlich beweglich: TEP-Träger Hubert jubelt auf dem Gipfel des Südwandsteigs.

Herrlich beweglich: TEP-Träger Hubert jubelt auf dem Gipfel des Südwandsteigs.

Meine beiden TEPs werden auch gerade einer besonderen Härteprobe unterzogen: Auf dem Grundstück unseres Hauses in den italienischen Marken habe ich dem wuchernden Unkraut zumindest auf 12 Quadratmetern den Kampf angesagt. Es sind just die 6 x 2 Meter, die sich direkt vor unserer Terrasse befinden – diese herrliche Aussicht ziert übrigens den Titel meines Titanhüften-Blogs. Meine Schnapsidee besteht in einem Steingarten. Den haben wir im Juni angelegt – und fanden ihn wenige Wochen später völlig überwuchert vor. Nun also Steine wieder wegräumen, Erde erneut mit dem Pickel von tief wurzelndem Unkraut – hier „erba selvatica“ genannt – befreien und dann als Erschwernis für das hartnäckige Zeug eine dicke Plastikfolie über die Erde breiten. Darauf wieder die Steine wuchten – und abwarten, wie lange diese Konstruktion der Natur die Stirn bietet. Ich befürchte, es handelt sich um eine Sisyphos-Arbeit!

Aber ich nehme diese ungewohnte körperliche Arbeit des Pickelschwingens als Training. Kaum zu glauben, welche Muskeln ich da wieder spüre! Und das, obwohl ich wirklich täglich meine Übungen mache. Da zwickt es im Nacken, in den Oberarmen und vom Bücken in den hinteren Oberschenkelmuskeln, aber die Hüften spielen prima mit.

Und immer schön die Hüfte beugen: schweißtreibender Pickel-Einsatz im zukünftigen Steingarten.

Und immer schön die Hüfte beugen: schweißtreibender Pickel-Einsatz im zukünftigen Steingarten.

Die nächste Belastungsprobe steht unmittelbar bevor: Olivenernte in steilem Gelände. Letztes Jahr um die selbe Zeit stand die OP meiner zweiten Hüfte bevor, und mit nur einer TEP war ich leider nicht besonders einsatzfähig. Dieses Jahr sieht alles anders aus. Die Probe aufs Exempel haben die TEPs schon bei der Apfelernte in meinem Golfclub München Eichenried bestanden: Da haben wir zusammen mit 10 Jugendlichen insgesamt zwei Tonnen Äpfel vom Boden aufgeklaubt, um sie in der nahegelegenen Obstpresse in leckeren Apfelsaft verwandeln zu lassen. Da die Jugendlichen nach kurzer Zeit dazu übergegangen sind, sich lieber mit den Äpfeln zu bewerfen, blieb der Großteil der Arbeit an unserem Jugendtrainer Philipp und mir hängen. Danach war ich völlig erschöpft – aber dann doch erstaunt, wie rasch sich mein geschundenes Gestell wieder erholt hat. Zwei Stunden später habe ich Quitten in unserem Garten geerntet und bin anschließend noch Fahrrad gefahren. Es ist wirklich toll, was an Bewegung wieder möglich ist!

Zwischendurch sind natürlich Pausen wichtig. Dafür empfehle ich dringend ein wunderbares Buch: „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschand“ von Jonas Jonasson. Als Denis Scheck in seiner wärmstens zu empfehlenden Literatursendung „Druckfrisch“ diesen Spiegel-Bestseller über den grünen Klee gelobt hat, habe ich ihn sofort gekauft. Denn Denis Schecks Urteil vertraue ich blind. Unbedingt die nächste Sendung vormerken: 28. Oktober um 23.35 Uhr in der ARD. Das nächtliche Aufbleiben lohnt sich! Und die Lektüre dieses herrlichen 400-Seiten-Wälzers ist wirklich ungemein kurzweilig: Dauernd muss man lachen, weil man sich an den lapidaren, urkomischen Formulierungen erfreut, nebenbei 100 Jahre Weltgeschichte „erklärt“ bekommt und sich auf jeder Seite vorstellen kann, wie diese Forrest Gump-Geschichte verfilmt wird. Hoffentlich bald!

 

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