Hüft-Härtetest in New York, Hüft-Phänomen in Tirol – und Happy New Year 2014!

Bis kurz vor seinem runden Geburtstag war mein lieber Mann noch niemals in New York – seit Anfang Dezember kann er das nicht mehr sagen! Wir haben nämlich Manhattan von Uptown bis Downtown eine gute Woche lang durchstreift, vorwiegend zu Fuß. Ich habe mich zurückversetzt gefühlt in die Zeit, als ich mit 24 Jahren den Big Apple schon einmal erlaufen habe. Damals noch weit entfernt von Hüftschmerzen – und nun runderneuert ebenso fit und unermüdlich. Der Härtest waren täglich die Stufen zu unserem über www.airbnb.com gemieteten Appartement in der Upper East Side: Eine deutsche Norm für die Höhe der Stufen scheint es nicht zu geben. Gefühlt waren sie um ein Drittel höher als unsere. Jedenfalls kamen wir ganz schön ins Schnaufen und haben das schließlich als ganz besonderes Fitness-Training betrachtet!

Die Schnecke im Central Park mahnt als temporäres Kunstwerk, auch mal langsam zu gehen...

Die Schnecke im Central Park mahnt als temporäres Kunstwerk, auch mal langsam zu gehen…

 

Insgesamt sechs Museen haben wir besucht und immer wieder den riesigen Central Park durchstreift. Auch das haben Hüften und Rücken prima mitgemacht. Und zugenommen haben wir dank dieses besonderen City-Walkings auch nicht – trotz üppigem Pastrami-Sandwich bei Katz` Deli, wo 1989 Meg Ryan ihrem Partner Billy Crystal die legendäre Orgasmus-Szene in „Harry und Sally“ vorgespielt hat, trotz herrlicher Cupcakes und New York Cheesecakes.

Kaum zurück haben wir die Wintersaison auf Skiern eingeläutet. Von München aus ist man ja in einer guten Stunde in den Bergen und kann bei gutem Wetter als Freiberufler mal rasch einen Skitag einschieben. Meine ersten drei Stunden auf Skiern habe ich verbunden mit dem letzten Interview für unser neues Buch „Mut zum neuen Knie!“, das Ende Januar erscheinen soll und übrigens jetzt schon vorbestellt werden kann, auch über Amazon! Der knapp 85-jährige Chef der Steinplatte Bergbahnen in Waidring, Tirol, kam zum Interview mit Krücken, denn genau eine Woche vorher (!) hat er seine zweite Hüft-TEP im Bezirkskrankenhaus St. Johann bekommen. Sein Operateur Dr. Robert Siorpaes war allerdings nicht so begeistert, dass er am 5. Tag nach der OP unbedingt schon nach Hause wollte, am 6. Tag in einer Pistenraupe saß und allein auf die 1.666 Meter hohe Steinplatte gefahren ist, um „nach dem Rechten“ zu schauen. 

Andrä Brandtner, fast 85-jähriger Chef der Bergbahnen Steinplatte in Waidring, Tirol, eine Woche nach seiner zweiten Hüft-OP schon wieder flott auf Krücken unterwegs.

Andrä Brandtner, fast 85-jähriger Chef der Bergbahnen Steinplatte in Waidring, Tirol, eine Woche nach seiner zweiten Hüft-OP schon wieder flott auf Krücken unterwegs.

Auch saß er natürlich selbst am Steuer seines Autos, als er zum Interview kam, und wollte sich partout nicht helfen lassen. „Im Krankenhaus ist`s mir ja viel zu langweilig.“, erzählte der ruhelose Seniorchef. „Schade, dass ich noch nicht wieder schwimmen kann, weil ja erst die Klammern rausmüssen.“ Denn täglich knapp eine Stunde Schwimmen, u. a. mit Flossen, ist sein besonderes Fitness-Training – gut für die Knie, die Hüften und überhaupt. Zudem fährt er regelmäßig auf dem Ergometer und will natürlich auch mit der zweiten Hüft-TEP so schnell wie möglich wieder zum Skifahren gehen. „Januar wird`s wohl schon werden, bis das wieder geht.“, meinte er. Schaun mer mal… Sechs Wochen nach der ersten Hüft-TEP hat er jedenfalls wieder Golf gespielt. Und damals war er auch schon 80 Jahre alt!

Dass es nicht immer ganz so gut läuft, erfahre ich über die verschiedenen Patienten-e-mails, die sich einerseits sehr für unser Buch „Mut zur neuen Hüfte!“ bedanken, andererseits auch gern schildern, wie es ihnen geht. Die häufigste Komplikation sind länger dauernde Beinverkürzungen. Da empfehle ich regelmäßig Rolfing, damit das tiefer liegende Bindegewebe gelockert wird, und Faszientraining, um auch die tiefer liegende Muskulatur zu aktivieren. Danach Gangschulung und Alexander Technik, um den Körper aus den gewohnten Mustern zu befreien und wieder in die Balance zu bringen. Danke auf diesem Weg für das große positive Feedback für unser Buch!

Ansonsten tanzen unsere Buchleser wieder, genießen Wanderurlaube, gehen Ski fahren, Golf spielen – alles wie vorher. Und der häufigste Tenor danach lautet: Hätte ich die OP nur viel früher gemacht. Dann hätte ich mir viel Leiden erspart und hätte früher meine alte Beweglichkeit und damit Lebensqualität gehabt.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern dieses Blogs und unserer Bücher ein tolles Jahr 2014 mit voller Lebensqualität, viel Freude an der Bewegung und Zuversicht, wenn eine OP noch anstehen sollte.

Herzlich Ihre Doppel-Titanhüften-Heidi Rauch

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Eine Antwort zu Hüft-Härtetest in New York, Hüft-Phänomen in Tirol – und Happy New Year 2014!

  1. Hüfte schreibt:

    Na das scheint aber ein richtiger Härtetest für die Hüfte gewesen zu sein. Schön, dass er anscheinend gut verlaufen ist. Hoffe euer Jahr hat auch so gut begonnen wie meines. Alles Liebe und Alles Gute!

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