A wie Alexander-Technik, B wie Bellicon – und Hüftprotektoren

Akute Beschwerden habe ich ja längst nicht mehr, aber trotzdem absolviere ich täglich ein Bewegungsprogramm. Das wundert immer viele Menschen – und ein bisschen schwingt auch Be-Wunderung mit, weil dazu auch ein gewisses Maß an Disziplin gehöre, sagt man. Ja und die Zeit, die fehle – und man müsste, man sollte…. Meine Standardantwort: Für Dinge, die einem wichtig sind, nimmt man sich die Zeit. Und dann ist es keine Frage der Disziplin mehr, sondern ein tägliches Bedürfnis. Sie gehen ja auch nicht aus dem Haus, ohne Zähne geputzt zu haben, oder?

Also baut man die tägliche Bewegung in sein Alltagsprogramm ein. Sehr gut ist dafür die Alexander-Technik, die wir auch in unserem Buch „Mut zur neuen Hüfte!“ und noch ausführlicher in „Mut zum neuen Knie!“ beschreiben und empfehlen. Da geht es genau darum, aufmerksamer zu werden, was man im Alltag so für „komische“ Haltungen einnimmt, wie oft man die „falschen“ Muskeln einsetzt etc. Eine gut ausgebildete Alexander-Technik-Lehrerin hilft bei der Anleitung, beim Bewusstwerden – und danach kann man selber achtsamer mit sich umgehen. Prominente wie die Münchner Philharmoniker, Maria Furtwängler, Sting und Paul McCartney – und viele Hollywood-Stars wie Halle Berry, Hilary Swank oder Leonardo DiCaprio schwören übrigens auf diese Methode, die einst vom Schauspieler F. M. Alexander (1869-1955) begründet wurde.

Gern empfehle ich auch immer wieder das Mini-Trampolin Bellicon. Das Schwingen mit der sanften Seilring-Federung löst Verspannungen jeder Art, kräftigt die Muskulatur, stärkt das Knochengerüst, regt die Verdauung an, verbrennt Kalorien – und macht Spaß! Bewegung soll ja keine Quälerei sein. Ich persönlich bin kein Fan von Fitness-Studios. Das ist mir zu aufwändig. Gern hole ich mir da Anregungen, lasse auch mal einen Personal Trainer auf mich schauen – und baue das, was mir gefällt, zu Hause in mein persönliches Bewegungsprogramm ein. Das sieht so aus, dass ich morgens – nach dem Zähneputzen und Duschen – ca. 10 bis 15 Minuten auf der Gymnastikmatte turne: Basis sind die Fünf Tibeter, ergänzt mit Qi Gong-Elementen und Dehn- und Kräftigungsübungen aus der Reha. Jeden Tag, überall, wirklich ohne Ausnahme!

Wenn ich mehr Zeit habe, vielleicht zwei bis drei Mal pro Woche, hüpfe ich zusätzlich auf dem Bellicon, in jüngster Zeit gern mit den smovey-Ringen in der Hand. Und wenn schlechtes Wetter ist und ich nicht Golf spielen oder draußen Rad fahren kann, trete ich noch 20 Minuten die Pedale auf dem Ergometer. Dabei entdecke ich übrigens immer auf Phoenix interessante Naturfilme, Dokumentationen oder Historisches. Zuletzt eine Reportage über den Permagarten. Der Beitrag kam mir sehr gelegen: ein Nutzgarten, der wenig Arbeit macht! Wir haben unseren Rasen in diesem Frühling noch nicht einmal gemäht, weil er soooo schön blüht – und den Bienen damit Nahrung gibt.

Das Chippen ohne Rotation kann man als Golfer auch schon sechs bis acht Wochen nach der Hüft-OP üben.

Das Chippen ohne Rotation kann man als Golfer auch schon sechs bis acht Wochen nach der Hüft-OP üben.

Anfrage zu Hüftprotektoren

Bei aller Freude an der Bewegung habe ich mit meinen beiden Hüft-TEPs noch nie über den Einsatz von Hüftprotektoren nachgedacht. Aber da wurde ich von einer Leserin eines Besseren belehrt. So schrieb uns Angelika P. per Mail: „Tatsächlich ist mir in der Reha (Bad Sassendorf, Klinik Lindenplatz) im Arztvortrag dazu geraten worden – inklusive Testergebnissen von Sturzfolgen ohne und mit Protektoren. Da ich aber gerade in den Monaten vor der OP mehrere Male mit dem Rad gestürzt bin, fühle ich mich mit Schutz sicherer.“

Mein lieber Mitautor Peter Herrchen hat denn auch gleich einen Marathon-Kollegen parat gehabt, der sich nach der Hüft-OP zum Radfahren eine Protektor-Radhose gekauft hat, und zwar ein Modell von O`Neal. In guten Bike-Läden gibt es die sowohl für Damen als auch für Herren. „Das Besondere an dieser Hose ist laut meinem Sportler-Kollegen, dass diese sehr angenehm zu tragen ist, nicht einengt oder aufträgt und der Schutz durch ein spezielles Material – ähnlich wie bei einem Airbag – erst bei einem Sturz richtig wirkt“, schreibt Peter – und gelobt gleich, dass er sich auch eine zulegen wird. Wer noch intensiver mit ihm in Kontakt treten will, dem empfehle ich seine geschlossene Facebook-Gruppe: https://www.facebook.com/groups/tepfit/

Wir freuen uns jedenfalls, dass wir dank unserer Leser auch immer wieder etwas dazulernen – und aufgrund unseres immer größer werdenden Netzwerks auch Hilfe und Tipps geben können. In diesem Sinne: Bleiben Sie in Bewegung!

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