Facebook und Wechseloperationen

Ich war lange eine Facebook-Verweigerin. Warum? Misstrauen im doppelten Sinn: Was tummelt sich denn da? Und wieso soll ich damit meine Zeit vertrödeln? Ich habe doch auch so genügend Sozialkontakte. Wozu noch Social Media? Seit 7. März 2016 bin ich nun über meinen Ablehnungsschatten gesprungen und bin auf Facebook aktiv. Erster Grund: Mein Mann und ich haben eine Olivenölschule ins Leben gerufen und möchten dafür Interessenten gewinnen, die über unseren bisherigen Kundenkreis hinausgehen. Zwar haben wir zu unserem Olio Piceno auch eine Website und ich verschicke regelmäßig e-mails an unsere Stammkunden. Aber warum nicht neue Fans gewinnen?

Zweiter Grund: Mein lieber Bücher-Mitautor Peter Herrchen hat schon vor einem Jahr eine geschlossene TEPFIT-Gruppe auf Facebook ins Leben gerufen und hat mir immer wieder interessante Fälle daraus übermittelt, die über FB auch auf unser Buch „Mut zur neuen Hüfte!“ und unsere Hüft-Website aufmerksam geworden sind. Meine Neugier war geweckt. Und was soll ich drei Wochen später sagen? Es macht mir Spaß! Nicht nur, dass ich über 260 „Freunde“ gewonnen habe und 93 Personen unsere Olivenöl-Seite mit „Gefällt mir“ markiert haben. Auch die Posts auf der TEPFIT-Seite interessieren mich – und ich kommentiere fleißig, wo immer ich meine, etwas Sinnvolles beitragen zu können.

Es freut mich natürlich, wenn auch anerkannte Fachärzte und Operateure wie Dr. Christian Fulghum von der endogap-Klinik in Garmisch-Partenkirchen unsere Facebook-Gruppe ob ihrer Ausgewogenheit loben. Das machen die Administratoren Peter Herrchen, Ulrike Steyer und Therese Schreiber wirklich vorbildlich. Meist müssen sie gar nicht eingreifen, weil die Betroffenen sich untereinander stützen, beraten und einander Mut zusprechen. So wie unser Mutmach-Ratgeber aus Patientensicht für die Ärzte aufschlussreich ist, so ist es sicher auch die Diskussion über die verschiedensten Themen rund um die Hüft- (und Knie-OP). Eigentlich erstaunlich, wie viele Fragen noch offen bleiben, auch bei den Betroffenen, die schon verschiedene Arzt-Gespräche geführt haben.

Ein Thema, das sicher in Zukunft noch wichtiger werden wird, sind Wechseloperationen. Ihre Zahl nimmt stetig zu. Laut der Deutschen Arthrose-Hilfe e. V. sind es derzeit bereits 20.000 im Jahr. „Nicht selten sind diese Zweit-Eingriffe wesentlich komplizierter, riskanter und dauern länger als die Erst-Operation“, heißt es im jüngsten Bericht des in Frankfurt 1987 gegründeten gemeinnützigen Vereins. „Ein Prothesenaustausch muss nicht nur bei Lockerungen durchgeführt werden, sondern auch bei Infektionen – trotz fest haftendem Zement.“ Ein Forschungsprojekt unter der Leitung von Prof. Dr. med. Christoph Josten von der Universitätsklinik Leipzig geht der Frage nach, wie es gelingen könnte, den fest haftenden Zement aus dem Knochen zu entfernen, ohne diesen zu verletzen. Modernste thermo-mechanische Methoden könnten helfen. Um dieses oder andere Forschungsprojekte zu unterstützen, sind Spenden willkommen.

Und sonst? Zur Zeit bin ich dabei, mein Gangbild wieder aufmerksamer zu beobachten. Der Grund ist die Hallux Valgus-OP meines lieben Mannes Michael Konitzer, der gerade das Gehen neu lernt. Gar nicht so einfach, wenn die „Fußarchitektur“ mit vielen Schrauben und einer den Knochen ersetzenden Schiene neu aufgebaut wurde. Da ist nix mehr mit lockerem Abrollen. Also habe ich mich daran erinnert, wie ich als frisch an der Hüfte Operierte mir den Schub nach vorn beim Gehen verstärkt aus den Pomuskeln geholt habe. Flugs habe ich diese Empfehlung an den Mann an meiner Seite weitergegeben, weil der schon über Knieschmerzen klagte.

Und einem Facebook-Freund habe ich zur Bekämpfung seines Bandscheibenvorfalls Manuelle Therapie und tägliche Gymnastik empfohlen. Aber diese tägliche Bewegung ist ja sowieso mein Lieblingsthema.

Ich fühle mich wie "Hercules"!

Ich fühle mich wie „Hercules“!

Was war heute bei mir dran außer meiner üblichen Morgengymnastik? Strandspaziergang und fröhliches Wippen auf einem der Fitness-Geräte am Adria-Strand.

Die sind sicher ergonomisch nicht besonders ausgefeilt und auch nicht TÜV-geprüft, aber – typisch italienisch – gleich mit sämtlichen Notfall-Nummern versehen. Man kann ja nie wissen – „non si sa mai„. Morgen früh walke ich wieder unseren steilen Zufahrtsweg hoch – ganz ohne Warnschilder – und danach schaue ich, was sich auf Facebook so tut. Ist ja doch ein interessantes Fenster in die Welt….

Gleich alle Notfall-Nummern parat

Gleich alle Notfall-Nummern parat

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