Bewegte Neujahrsgrüße allen TEP-Trägern!

Liebe Leser dieses Blogs, ich hoffe, Sie sind alle gut ins neue Jahr 2017 „gerutscht“ bzw. nicht gerutscht, sondern sicher gegangen. Und Sie haben das neue Jahr natürlich alle „bewegt“ mit einem schönen Neujahrsspaziergang begonnen, oder?

Viele von Ihnen werden sicher auch Mitglied in unserer TEPFit-Facebook-Gruppe sein und dort Anteil nehmen an den verschiedenen TEP-Schicksalen. Ich selbst lebe ja nun schon über fünf Jahre glücklich mit meinen beiden Hüft-TEPs und bin immer wieder erstaunt zu lesen, wie viele Ängste da herumgeistern. Für mich war das damals gar keine Diskussion: Ich konnte mich nur noch unter Schmerzen bewegen, mein geliebter Golf-Sport war ebensowenig schmerzfrei möglich wie das Skifahren, also musste etwas geschehen! Als ich die Diagnose der fortgeschrittenen beidseitigen Hüft-Arthrose hatte, war ich eher glücklich als entsetzt. Endlich wusste ich zuverlässig, wo das Übel anzupacken ist. Alle Behandlungen vorher waren ja eher eine Achterbahnfahrt der Gefühle, die mich immer unzufriedener mit meiner körperlichen Unzulänglichkeit machte.

Italienischer Morgenspaziergang nach oben

Italienischer Morgenspaziergang nach oben

Meine Recherche-Phase hat ein gutes halbes Jahr gedauert: Diagnose bestätigen, sich umhören (unser Buch „Mut zur neuen Hüfte!“ hätte mir damals gut weiterhelfen können….), erfahrenen Operateur suchen und finden, OP-Termin ausmachen, vorher ambulante Reha zum Fitmachen (Tipp meiner Manualtherapeutin, den ich jederzeit und unbedingt weitergebe!), hinterher stationäre Reha beantragen. Los geht`s! Klar, ist mir kurz vorher etwas mulmig geworden. Aber ein Zurück kam überhaupt nicht in Frage. Ich wollte endlich wieder nach vorn schauen, buchstäblich vorwärts gehen. Und ich habe diese OP als Anstoß, Anschub, Anreiz zur Veränderung gesehen.

Italienischer Morgenspaziergang wieder nach unten

Italienischer Morgenspaziergang wieder nach unten

Diesen Gedanken würde ich gern allen Betroffenen für das Jahr 2017 mitgeben: Eine ernsthafte Erkrankung ist ja immer auch ein Wendepunkt im Leben und kann/sollte eine Chance sein zur Besinnung. Das heißt: Alle Sinne sind geschärft und erspüren, in welcher Hinsicht man möglicherweise Veränderungen im Leben vornehmen möchte/sollte. Es gibt kein „Weiter wie bisher“. Das ist eine Illusion: Der Arzt repariert etwas und dann ist alles wieder heile. Der Körper hat einen Schwachpunkt offenbart und der will beachtet werden. Nicht überprotektiv, aber doch achtsam. „Körper-Pflege“ im ganz wörtlichen Sinn. Das kann jeder anders handhaben. Bei mir ist es eine um einige Reha-Übungen erweiterte tägliche Morgengymnastik, es sind Spaziergänge, bei denen ich viel mehr als früher auf mein harmonisches, abrollendes Gangbild achte, es sind Bürostühle, die aktives Sitzen unterstützen, die Treppe nehmen statt der Rolltreppe uvm.

Es gibt auch Dinge, auf die ich inzwischen verzichte, weil ich mich damit nicht wohl fühle, weil ich sie meinen TEPs nicht zumuten will und weil ich sie schlicht „hinter mir“ gelassen habe: Langlauf in festen Loipen z. B. (gern dagegen auf selbst gespurten einsamen Feldwegen), Schlittschuhlaufen (als Kind war ich eine Eis-Prinzessin; alles hat seine Zeit!), Squash spielen (habe ich als Studentin viel gemacht, ist aber sowieso eher aus der Mode), Rodeln (da bin ich einmal so aufs Steißbein gekracht, dass ich nie wieder auf so ein Ding gestiegen bin – und das war lange vor meinen OPs), Autoscooter fahren (das Gebuffe fand ich sowieso immer schrecklich). Muss ja alles nicht sein! Ich bin auch glücklich ohne!

Auch die Adria hat Ebbe und noch mehr "Lauffläche".

Auch die Adria hat Ebbe und noch mehr „Lauffläche“.

Wichtig finde ich zudem, dass man sich die kleinen Glücksmomente bewusst macht, wie z. B. vom Stuhl aufstehen, ohne sich erst am Tisch festzuhalten und eher vorsichtig zu schauen, ob man seine Hüften schmerzfrei in Schwung bringt. Oder einen Sprint zur U-Bahn hinlegen ohne nachzudenken, ob die Hüften das mitmachen. Brustschwimmen mit kräftigen Froschstößen, ohne Probleme Treppen runtergehen etc. etc. Sobald man die Veränderung angenommen und positiv besetzt hat, wird ungeheuer viel Energie freigesetzt für Neues! Die Gedanken kreisen nicht immer nur um die Defizite, sondern können sich nach vorn bewegen – zu neuen Projekten, Ideen. Bei mir sind u. a. die Mutmach-Ratgeber „Mut zur neuen Hüfte!“ und „Mut zum neuen Knie!“ daraus geworden. Der Anstoß zu weiteren Büchern war gegeben! Inzwischen gibt es ein Buch über Olivenöl („Oliven – Eine Liebeserklärung an den Süden“), ein Freundinnen-Roman ist in seiner Endphase, ein Briefroman am Werden, ein historischer Roman in der Schublade.

Ein Glas Rotwein auf das Wohl aller TEP-Träger!

Ein Glas Rotwein auf das Wohl aller TEP-Träger!

Ja, und 2017 steht die Neuauflage von „Mut zur neuen Hüfte!“ an. Mein Mitautor Peter Herrchen und ich sammeln schon Ideen. Ende Januar treffen wir uns wieder und werden einen Zeitplan festlegen. Denn die Exemplare der Erstauflage gehen zur Neige. Danke in diesem Zusammenhang allen Buchkäufern und Empfehlungen! Wir freuen uns immer wieder, dass wir anderen Menschen damit zu mehr angstfreier Lebensqualität verhelfen können! In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern ein bewegtes, schwungvolles und energetisches Jahr 2017!

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Eine Antwort zu Bewegte Neujahrsgrüße allen TEP-Trägern!

  1. Ulrike Steyer schreibt:

    Liebe Heidi, genauso ist es. Du spricht mir aus dem Herzen. VG Ulrike

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